14. Feber a.D. 2012, Sankt Petersburg – Moskau

Geschäftliche Gespräche, technische Schulung, Mittagspause mit den Petersburger Kollegen. Marina hebt hervor, daß mein Auftreten bei den Kunden Vertrauen erzeugt. Das Theater funktioniert also. Gut. In Wirklichkeit wächst die Anzahl der taktischen Doppelbödigkeiten, Finten und Kunststücke von Monat zu Monat. Theologie ist hier nicht angebracht. Wenn das Konstruktiv stimmt, kann man weite Strecken per Autopilot fliegen. Das muß dieselbe vitale Schwungkraft sein, welche im Soldaten aufheult, wenn das Gewehr einmal entsichert ist. 
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Charis geleitet mich zum Stadtrand. Das Bild, welches ich bei ihr in Auftrag gegeben habe, wird bis Frühjahr fertig sein. „Weißt du, wie die Malerei entstanden ist?“, sagt sie da plötzlich zu mir. „Es war ein Mädchen in Griechenland, das mußte den Geliebten in die Ferne ziehen lassen. Da malte sie aus Kummer und Verzweiflung ein Bild von ihm auf die Wand in ihrem Hause – so hatte sie den Liebsten für immer bei sich."
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Nachts wieder im wunderbaren Vakuum zwischen Petersburg und Moskau. Sechshundert Kilometer, auf denen man von Gravitation befreit in Sicherheit schwebt. Die engen Grenzen des Waggons, des Abteils wiegen nichts im Vergleich dazu, daß man hier jedem Zugriff entzogen ist.